Julia von Miller/Anatol Regnier/Frederic Hollay: „Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein!“

Frederic Hollay, Julia von Miller, Anatol RegnierAls Schlager werden “allgemein leicht eingängige, instrumentalbegleitete Gesangsstücke der Popularmusik mit wenig anspruchsvollen, oftmals auch sentimentalen Texten” bezeichnet. Kennzeichnend seien “einfachste musikalische Strukturen und triviale Texte, die an das Harmonie- und Glücksverlangen des Zuhörers
appellieren.” Das sagt uns Wikipedia.

Julia von Miller und Anatol Regnier sagen: Schlager sind Ausdruck ihrer Zeit, und die Zeit drückt sich in Schlagern aus. Schlager haben einen Subtext, der oft politisch, manchmal hochpolitisch und fast immer bezeichnend ist. Die dramatischen, tragischen, bedrohlichen, furchtbaren, absurden und komischen Jahrzehnte zwischen 1929 und 1969 haben eine Fülle von Schlagern hervorgebracht, die Einblicke in politische Mechanismen und die Psychen und Seelen von Menschen gewähren, die man nicht ohne Weiteres in Geschichtsbüchern findet.

Was Julia von Miller und Anatol Regnier hinter den Kulissen entdeckt haben, ist in Zwischentexte geflossen, die sowohl die Entstehungszeit der Schlager, als auch die Persönlichkeiten und Schicksale ihrer Texter und Komponisten beleuchten. Und weil beide temperamentvolle Bühnenprofis sind, die einander nichts nehmen und prächtig ergänzen, ist ein Abend entstanden, der neben Erkenntnisgewinn glänzende Unterhaltung bietet, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Denn Julia und Anatol wissen: Schlager müssen einschlagen! Das zu bewirken hilft ihnen der ungarische Vollblutmusikant Frederic Hollay als einfühlsamer und schwungvoller Partner am Klavier.

Ein Bravourstück ist dieser Abend! Mit großer Leichtigkeit reißt uns die Musik mit, und eh man sich’s versieht, schaut man in die Tiefe und Tragik, die sich hinter den bekannten Melodien verborgen haben. Geschichte erzählt sich am besten durch Geschichten ... Man will den Dreien ewig weiter zuhören!
(Carolin Reiber, Fernsehmoderatorin)

Schlager, Schmonzetten, Kitsch und Schnulze – wie wunderbar ist das doch alles! Und keineswegs doof oder gar platt, nein: Die besseren Schlagertexte fühlen exakt den Puls der Zeiten. Und wie die Drei das auf die Bretter dreschen und zischen, klimpern und sich’s in Duetten und Terzetten um die Ohren hauen, na das ist einfach „eine Wucht“, ein geiles Vergnügen!
(Michael Skasa, Theaterkritiker, Autor der „Sonntagsbeilage“ in Bayern 2)

Gleichzeitig so schön weit weg in der vergangenheit,
und gleichzeitig so da, so präsent in der gegenwart,
ob im gesang, in der musik, im erzählen
ein schönes wunder.
(Josef Brustmann, Kabarettist)

Ort Saal Peter & Paul
Marienplatz 4
82229 Seefeld
Deutschland
82229
Bayern